Ein anerkannter Pflegegrad ist der Schlüssel zu vielen Leistungen – vom Pflegegeld bis zum Entlastungsbetrag. Der Antrag ist einfacher, als viele denken. Hier sind die wichtigsten Schritte.
Schritt 1: Antrag bei der Pflegekasse stellen
Der Antrag geht an die Pflegekasse, die bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt ist. Ein formloser Anruf oder Brief genügt zunächst – Sie erhalten dann die Unterlagen zugesendet. Wichtig: Das Datum der Antragstellung zählt für rückwirkende Leistungen.
Schritt 2: Der Besuch des Gutachters
Ein Gutachter (bei gesetzlich Versicherten der Medizinische Dienst) besucht Sie zu Hause und beurteilt, wie selbstständig Sie den Alltag bewältigen. Bewertet werden sechs Bereiche, darunter Mobilität, Selbstversorgung und der Umgang mit Anforderungen des Alltags.
Schritt 3: Gut vorbereitet sein
- Führen Sie vorab ein kurzes Pflegetagebuch über den Hilfebedarf.
- Legen Sie Arztberichte und Medikamentenpläne bereit.
- Bitten Sie eine vertraute Person, beim Termin dabei zu sein.
Schritt 4: Der Bescheid
Nach dem Gutachten erhalten Sie den Bescheid mit dem Pflegegrad. Sind Sie nicht einverstanden, können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.
Sie brauchen Unterstützung schon vor der Einstufung? Unsere Alltagshilfe können Sie auch ohne Pflegegrad privat buchen – und wir helfen Ihnen gern beim Antrag.
Stand: Juli 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung.



